Alexandra Aschwanden

Meine Bücher sind wie bittersüsse Pralinen








 



 
Kein Kind von Traurigkeit  
   
Schon als Kind konnte ich nie genug Geschichten hören. Verkleidete mich mit Badetüchern oder Tischdecken um das Gehörte nachzuspielen. Dabei wurde die Wohnküche meiner Grosseltern, welche für mich mein Kinderzimmer bedeutete, die Bühne und der Tisch mit Stühlen zu Requisiten. Später, als junge Frau hielt mich meine Phantasie weiterhin im Griff. Am liebsten mit Tagträumen, dem häufigsten Antagonisten eines klaren Kopfes. Ich versuchte daraufhin mehrere Jahre lang mit grossformatigen, farbenfrohen Bildern meiner ausgeprägten Phantasie gerecht zu werden. Jedoch erfüllte sich mein Wunsch "ein Bild sagt mehr, als tausend Worte" nicht wirklich. Hinzu kam, dass mir Zuhause die leeren Wände ausgingen. Dies war wohl der Moment, als mich mit 28 Jahren die Leidenschaft für Tastaturen überfiel. Obwohl ich mein erstes fertiggestelltes Skript, eine Biographie über eine arabische Immigrantin nie veröffentlicht habe. Zu nah an der Realität und zu fern gegenüber meiner Phantasie. Wie ich damals glücklicherweise befand. Mit 38 Jahren schlussendlich veröffentlichte ich mein erstes Buch (Lisbeth's Alptraum). Nicht ganz ohne Stolz. Denn es brauchte mit Kleinkindern und Job doch satte drei Jahre bis es endlich fertig war. Es liegt mir fern mit meiner Schreiberei die Welt zu erobern. Viel lieber erreiche ich wenige Menschen und kann die Geschichten so formen, wie sie sich in meinem Kopf darstellen. Nämlich mit : Leichtigkeit, und einem Schuss Traurigkeit, Heiterkeit und einem Schuss Nachdenklichkeit. Vor allem aber , erzählend ohne zu verurteilen.
 
 
       
   
 
   

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